Festival Orgel PLUS
 
 
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Bottrop  
 
Künstlerischer Leiter: Dr. Gerd-Heinz Stevens
 
 
Schirmherr: Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen
 
 
           


   

     
25. Festival Orgel PLUS 2013
vom 5. bis 13. Januar 2013 in Bottrop
 


   



Donnerstag, 10. Januar 2012 • 20.00 Uhr
Martinskirche  (Stadtmitte, Pferdemarkt)

 




Organetto PLUS Clavisimbalum



  




Duo Marti-Vicens
Corinna Marti, clavisimbalum und Blockflöten
Catalina Vicens Jéldrez, Organettio/Clavisimbalum













Das herausragende Schweizer-Chilenische Duo Marti-Vicens für mittelalterliche Musik ist für seine virtuosen und energetischen Aufführungen in ganz Europa bekannt.
Beide Musikerinnen sind Absolventinnen der Schola Cantorum Basiliensis, dem wichtigsten Zentrum für mittelalterliche Musikweltweit. Corina Marti, Dozentin an der Institution und Catalina Vicens, ehemalige Studentin von C. Marti bringen uns die Früchte jahrelanger Forschung auf diesen selten gehörten instrumenten: dem Clavisimbalum und dem Organetto.
Heute brechen Corina Marti und Catalina Vicens zu einer Reise in die Vergangenheit auf, einer Spurensuche nach dem Klang vergangener Zeiten. 
 
Catalina Vicens wurde in Santiago de Chile geboren. Bereits im Alter von 18 Jahren erhielt sie ein Stipendium, um bei Lionel Party am renommierten Curtis Institue of Music in Philadelphia/USA Cembalo zu studieren. Ein weiteres Stipendium des DAAD ermöglichte es ihr, ihre Studien bei Prof. Robert Hill in Freiburg fortzusetzen. Anschließend studierte Catalina Vicens Cembalo bei Andrea Marcon an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz, wo sie schließlich, verzaubert durch die Musik des Mittelalters, ein weiteres Studium mittelalterlicher Tasteninstrumente bei Corina Marti anschloß. Seit 2006 nahm sie dazu Perkussionsunterricht bei Lehrer wie Glen Velez, Murat Coskun u.a., und historische Perkussion bei Pedro Estevan (Hesperion XXI) und Michael Metzler, sowie Barock Pauken mit Philip Tarr und Iranische Perkussion mit Madjid Khaladj. Im Jahr 2008 wurde ihr der erste Preis beim Fritz-Neumayer-Wettbewerb für historische Tasteninstrumente verliehen. Als Solistin, sowie mit verschiedenen Ensembles, trat sie in den USA, Südamerika und ganz Europa in den größten Theatern wie Teatro Colon (Buenos Aires), The Kimmel Center (USA), Teatro Sao Paulo (Brazil) Palace of Arts (Ungarn), Semperoper (Deutschland) und Theater Basel (Schweiz) auf. Neben Aufnahmen und ihren Auftritten bei den wichtigsten Festivals und Konzertreihen der Alten Musik nahm sie an Meisterkursen von Gustav Leonhardt, Jesper Christenden, Pedro Memelsdorff, Christophe Deslignes, Christophe Rousset und anderen teil. Catalina unterrichtet auch an Workshops und Meisterkursen in verschiedenen Ländern Europas und Südamerikas.
 
Corina Marti studierte zunächst Barock- und Renaissance-Flöten, sowie Cembalo an der Musikakademie Luzern. Die Liebe zur Musik des Mittelalters und der frühen Renaissance führte sie an die Schola Cantorum Basiliensis, wo sie ihre Studien bei Pierre Hamon und Kathrin Bopp mit Diplom abschloß. Corina Marti wird regelmäßig zu Konzerten, Aufnahmen und Meisterkursen von spätmittelalterlicher und Renaissance- Musik in Europa und Israel eingeladen. Seit dem Jahr 2003 ist sie als Dozentin für Flöten und Tasteninstrumente des Mittelalters und der Renaissance an der Schola Cantorum Basiliensis tätig. Ihre Darbietungen sowie ihre Forschungsarbeit über Geschichte und Bauweise dieser Instrumente haben entscheidend zu deren Wiederbelebung unter Musikern beigetragen. Sowohl als Solistin als auch mit Kammermusikensembles und Orchestern wie Hesperoin XXI und La Capella Reial de Cataluna (Jordi Savall) widmet sie sich ferner dem Repertoire der Renaissance, des Barock und der Gegenwart. Mit dem Ensemble La Morra, dessen künstlerische Ko-Leiterin sie ist, hat Corina Marti mehrere CDs mit Musik des späten 15. und frühen 16. Jahrhundert aufgenommen, die von der Presse hochgelobt wurden (u.a. für das Label Ricercar das Gesamtwerk Johannes Ciconias, das in Frankreich den Diapason d’Or erhielt) Weiterhin sind eine Einspielung mit Musik für Tasten- und gezupfte Saiteninstrumente des 15. und frühen 16. Jahrhunderts (Von edler Art, Ramée, 2008 mit Michal Gondko, Lauten ) und die Solo CD I dilettosi fiori  (Musik des 14. Jahrhunderts für Clavisimbalum und Flöten, Ramée 2012), sowie Aufnahmen von Lombardischer Musik des 17 Jahrhunderts, von Musik des jüdisch- italienischen Komponisten Salomone Rossi (1570- ca. 1630), von Johann Sebastian Bachs Flötensonaten, sowie der Flötenkonzerte Francesco Mancinis erschienen.




 







Programm







«Du' Ançoliti»





(anonym, 14. Jh.)
Du' Ançoliti  





(anonym, Codex Faenza 117)
Kyrie





(anonym, 14. Jh.)
Saltarello





Jacopo da Bologna
Lux purpurata – Diligite Iustitiam 

( c1340-1386)






Matteo da Perugia (?)
Puer natus in Betheleem





Gheradello da Firenze
Per non far lietto 

(1320/5-1362/3)






(anonym, Codex Faenza 117)
Ave maris stella





(anonym, 14. Jh.)
Istanpitta Chominciamento di gioia





Francesco Landini
Agnus Dei 

(c1325-1397)






(anonym, 14. Jh.) 
Saltarello                                                                                   





(anonym, Codex Faenza 117)

(ohne Titel)




(anonym, Codex Faenza 117)
(ohne Titel)














   

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Tristan