Festival Orgel PLUS
 
 
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Bottrop  
 
Künstlerischer Leiter: Dr. Gerd-Heinz Stevens
 
    Geschichte des Festivals
 
Schirmherr: Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen 
 
 
           
 
   
     
22. Festival Orgel PLUS 2010
vom 1. bis 17. Januar 2010 in Bottrop
 
   
Freitag, 8. Januar 2010 • 20.00 Uhr
Kammerkonzertsaal (Stadtmitte, Böckenhoffstraße)
   
Vier Orgeln plus Orchester 
   
   
Thomas Pauschert, Orgel
Wolfgang Kläsener, Orgel
Andreas Boltz, Orgel
Johannes Krutmann, Orgel
Daniel Deuter, Violine
Margret Baumgartl, Violine
Wolfgang von Kessinger, Viola
Sybille Huntgeburth, Violoncello
Eberhard Maldfeld, Kontrabaß
     
   
 
 
Programm
 

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Konzerte für ein bis vier Cembali in der Ausführung mit Orgeln
 
Konzert für Cembalo, Streicher und Basso continuo A-Dur BWV 1055:
Allegro - Larghetto - Allegro ma non tanto

 
Konzert für zwei Cembali, Streicher und Basso continuo c-moll BWV 1062:
ohne Satzbezeichnung - Andante e piano - Allegro assai

 
Konzert für drei Cembali, Streicher und Basso continuo C-Dur BWV 1064:
ohne Satzbezeichnung - Adagio - Allegro

 
Konzert für vier Cembali, Streicher und Basso continuo a-moll BWV 1065,
nach dem Konzert für vier Violinen, Streicher und Basso continuo h-moll op. 3 Nr. 10  von Antonio Vivaldi:
ohne Satzbezeichnung - Largo - Allegro
 
 
 
Thomas Pauschert studierte an der Musikhochschule Köln die Fächer Kirchenmusik, Orgel und Cembalo und an der Folkwang-Musikhochschule Essen / Duisburg Traversflöte. Seine wichtigsten Lehrer, auch außerhalb des Studiums, waren Wolfgang Schwering und Rudolf Ewerhart (Orgel), Hugo Ruf (Cembalo), Ernst Ueckermann (Klavier), Laurence Dean (Traverso) und Michaela Krämer (Gesang). Zahlreiche Kurse, vorwiegend im Bereich Alter Musik, ergänzten seine Ausbildung. Neben verschiedenen Anstellungen als Kantor war er von 1991 bis 1992 Assistent des Domorganisten am Kiliansdom in Würzburg und Lehrbeauftragter für Chor an der Fachhochschule Würzburg. Heute ist er Lehrer an der Freien Waldorfschule in Gladbeck und freischaffender Musiker.
 
Andreas Boltz studierte an der Musikhochschule in Würzburg Katholische Kirchenmusik. 1989 legte er das A-Examen,  1992 das Meisterklassendiplom „Künstlerisches Orgelspiel“ bei Prof. Günther Kaunzinger ab. Weitere Studien folgten u.a. in Meisterkursen in Bottrop bei Daniel Roth, Guy Bovet und Jon Laukvik. Andreas Boltz war von 1989-1993 Assistent des Domkapellmeisters in Würzburg. Seit 1993 ist er Regionalkantor im Bistum Mainz. Neben der Leitung von verschiedenen Chören ist er erfolgreich als Komponist hervorgetreten.
 
Johannes Krutmann, geboren 1964, wurde bereits früh durch den Kontakt mit historischen Orgeln geprägt. Er studierte katholische Kirchenmusik, Orgel und Cembalo an der Musikhochschule Köln. Zu seinen Lehrern zählten Rudolf  Ewerhart, Hugo Ruf, Gerhard Hambitzer und Alastair Thompson. Darüber hinaus bildete er in zahlreichen Meisterkursen in Deutschland und England seine Fähigkeiten weiter aus. Seit 1989 lebt er in Hamm und ist dort an der Liebfrauenkirche als Dekanatsmusiker tätig. Hier initiierte er mehrere Konzertreihen, u.a. das „Orgeltriduum“. Von 1997 bis 2003 unterrichtete er an der Universität Dortmund die Fächer Chorleitung und Orgel. Seit 2003 ist er Beauftragter für den Orgelbau in der Erzdiozöse Paderborn.
 
Wolfgang Klaesener studierte Kirchenmusik an der Folkwang-Hochschule in Essen sowie Orgel bei Gisbert Schneider und Daniel Roth (Paris). Als Organist und Chorleiter wurde er mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Er leitet das Kettwiger Bach-Ensemble und die Kantorei Barmen-Gemarke und ist als Dozent an der Musikhochschule Köln,  Abteilung Wuppertal tätig. Er ist außerdem seit 2006 Leiter der Wuppertaler Orgeltage.
 
Daniel Deuter, geboren 1968 in Mühlheim/Ruhr,  erhielt seine geigerische Ausbildung von Tibor Istvánffy und Geoffry Wharton. Die Beschäftigung mit den adäquaten Mitteln und Manieren der Alten Musik mündete in Konzerte und Produktionen u.a. mit Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Frieder Bernius, Reinhard Goebel und René Jacobs. Kammermusikalische Arbeit mit Peter Kooij, Marie Leonhardt, Michaela Petri, Manfredo Krämer u.a. führten den Stipendiaten der Händel-Akademie in zahlreiche europäische und außereuropäische Länder. Der Musiker leitet Orchester- Workshops, ist Dozent für Barockvioline und Konzertmeister der Batzdorfer Hofkapelle, die seit 1993 Opernwerke des Dresdner Opernrepertoires und andere Barockmusik ohne Dirigent zur Aufführung bringt.
 
Margret Baumgartl studierte nach dem Besuch von Musikschulen in Halle und Dresden Violine in Dresden und München. Sie wirkt in verschiedenen Ensembles für alte Musik mit u.a. bei der Akademie für Alte Musik Berlin und im Barockorchester Stuttgart und als Konzertmeisterin des Dresdner Barockorchesters. Sie arbeitet zusammen mit den Spezialisten für alte Musik, darunter mit  Reinhard Goebel und Daniel Deuter.
 
Wolfgang von Kessinger, in Köln lebender Musiker, war von  1991-2000 Geiger und Bratschist im Ensemble musica antiqua in Köln. Mit diesem Ensemble konzertierte er in vielen Konzertsälen der Welt und nahm zahlreiche CDs auf. Seit 2000 arbeitet er als freischaffender Barockgeiger u.a. mit dem Concerto Köln, der Batzdorfer Hofkapelle, der Capella Augustiana, dem Festspielorchester Göttingen  und dem Ensemble Alte Musik Dresden.
 
Sybille Huntgeburth studierte zunächst in Dortmund Violoncello, dann in Köln bei Heinrich Schiff und absolvierte eine zusätzliche Ausbildung mit Hauptfach Barockcello an der Akademie für Alte Musik in Bremen. Sie ist Preisträgerin bei Ensemblewettbewerben in Utrecht und Brügge. Als Orchester- und Kammermusikerin ist sie in zahlreichen Ensembles Deutschlands gefragt, z.B. bei der „Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, Ensemble Sans Soucis Berlin und der Capella Coloniensis. Sie wirkt bei Festivals für Alte Musik, CD- und Rundfunkproduktionen im In- und Ausland mit.
 
Eberhard Maldfeld, Violone /Kontrabaß arbeitet seit 1976 mit Musikern zusammen, die sich der historischen Aufführungspraxis widmen, wie José Rada, Gerhard Darmstadt, Reinhard Goebel oder Frieder Bernius. Zahlreiche CDs u.a mit Musica Antiqua Köln, Concerto Köln, dem Barockorchester Stuttgart, der Hofkapelle Stuttgart, der Johann Christian Bach Akademie oder eben auch im Bereich der Avantgarde mit dem Ensemble Köln und dem Trio Akkobasso zeigen seine vielseitige Konzerttätigkeit, die vom Frühbarock bis zur Moderne reicht, bis hin zu Solo Performances und freier Improvisation (www.maldfeld.com).
   
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Tristan