Festival Orgel PLUS
 
 
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Bottrop  
 
Künstlerischer Leiter: Dr. Gerd-Heinz Stevens
 
 
Schirmherr: Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen
 
 
           


   

     
24. Festival Orgel PLUS 2012
vom 1. bis 8. Januar 2012 in Bottrop
 


   



Donnerstag, 5. Januar 2012 • 20.00 Uhr
Herz-Jesu (Stadtmitte, Brauerstraße)

 




Orgel PLUS Vokalensemble Stimmwerck

Geistliche Vokal - und Orgelmusik des Spätmittelalters und der Renaissance

  




Franz Vitzthum, Kontratenor
Klaus Wenk, Tenor
Gerhard Hölzle, Tenor
Marcus Schmidl, Baßbariton
Léon Berben, Orgel

 




  




Das Ensemble Stimmwerck wurde 2001 in München gegründet. Mit den beiden Tenören Gerhard Hölzle und Klaus Wenk, dem Bassisten Marcus Schmidl und Franz Vitzthum, der als Kontratenor dem Quartett sein unverwechselbares Klangbild verleiht, haben sich gefragte Spezialisten des Ensemblegesangs zusammengefunden.
Vor allem die Renaissance mit ihrem schier unerschöpflichen Reichtum an Vokalmusik liegt Stimmwerck am Herzen. Intensiver Austausch mit Musikwissenschaftlern und rege Forschungsarbeit in Archiven sind für das Quartett selbstverständliche Basis künstlerischen Schaffens.
Überdies hält Stimmwerck regelmäßige Tonaufnahmen (u. a. für Aeolus, Cavalli Records und Christophorus) für bedeutend. Neben Komponistenportraits von Heinrich Finck (1445 – 1527), Adam von Fulda (1444 –1505) und Leonhard Paminger (1495-1567) wurden der bekannte Codex St. Emmeram sowie eine Kompilation deutscher Lieder unter dem Titel „gyri gyri gaga“ auf CD aufgenommen und von der Presse mit höchstem Lob besprochen.
Stimmwerck verfolgt eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland und war zu Gast bei renommierten Festivals wie Laus Polyphoniae Antwerpen, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Bachfest Leipzig oder den Resonanzen Wien.
Der Name „Stimmwerck“ entstammt dem Lehrwerk „Syntagma Musicum” von Michael Praetorius und bezeichnet eine Gruppe gleicher Instrumente.
Seit 2005 veranstaltet das Ensemble jährlich die sogenannten „Stimmwercktage” auf dem Adlersberg bei Regensburg, um dort unter Verwendung moderner Technik das Werk eines ausgewählten Komponisten der Renaissance in den Mittelpunkt zu stellen. Ab 2011 tritt zu den Konzerten erstmals eine „Akademie“ hinzu, die dem Zuhörer in Vorträgen diverser Disziplinen die Welt der Renaissance näher bringen möchte.

Léon Berben wurde 1970 in Heerlen - Niederlande geboren und lebt seit mehreren Jahren in Köln.
In Den Haag am Koninklijk Conservatorium und Amsterdamer Sweelinck Conservatorium studierte er bei Rienk Jiskoot, Bob van Asperen, Ton Koopman und Gustav Leonhardt Cembalo und Orgel und schloß sein Studium mit dem Solisten-Diplom ab.
Von 2000-2006 war er Cembalist von Musica Antiqua Köln unter der Leitung von Reinhard Goebel. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Asien, Nord- und Südamerika und spielte CDs für Deutsche Grammophon/Archiv Produktion ein. Ende November 2006 löste sich das Ensemble Musica Antiqua Köln auf. Léon Berben hat sich seitdem neben der Kammermusik insbesondere dem Solo-Repertoire gewidmet.
Léon Berben gibt Solokonzerte auf Cembalo und Orgel und seine Solo CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali - hauptsächlich für die Label Ramée und Aeolus - wurden in der Presse hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik und dem »Choc« von Le Monde de la Musique.
 Neben seiner Tätigkeit als ausübender Musiker beschäftigt er sich auch mit Musikgeschichte und -theorie und veröffentlicht u. a. Artikel zur historischen Aufführungspraxis und zeichnet als Co-Autor für MGG (Musik in Geschichte und Gegenwart).  
Sein Repertoire umfaßt Klavierwerke zwischen 1550 und 1750, wobei sein Hauptinteresse der deutschen Musik, den Virginalisten und Sweelinck gilt.
Er besitzt und spielt drei Cembali von Willem Kroesbergen nach J. Couchet 1996 und zwei Cembali von Keith Hill 2003 nach Zell und Ruckers 1624.



 







Programm





 

Virgo rosa
Geistliche Vokal - und Orgelmusik des Spätmittelalters und der Renaissance





Arnolt Schlick
Da Pacem, 1-2-3

(c.1460-nach 1521)






Marienverehrung im Codex Spezialnik


anonym (Tourout?)

Gaude Virgo





Musik aus dem Codex St. Emmeram


Francesco Landini
Kyrie/ Questa fanciulla

(1325-1397)






Anonymus
Credo





Buxheimer Orgelbuch
Portugaler





Hans Kotter

Fantasia in Ut

(c.1485-1541)






Jean Vaillant
Ad honorem astrorum

(frühes 15.Jht.)





                              

John Dunstaple
Quam pulcra es

(1380-1453)






Gilles Binchois

Virgo rosa venustatis

(um1400-1460)






Buxheimer Orgelbuch
Adieu mes tres belle, nach Gilles Binchois





Buxheimer Orgelbuch
Je lou amours, nach Gilles Binchois





Rudolfus V. Von Häringen

Levat autentica

(15.Jht)






Anonymus
Sanctus





Reginald Liebert

Agnus Dei

(15.Jht.)







Buxheimer Orgelbuch

ma doulce amour, 2 pars.





Arnolt Schlick
Maria Zart





Du Fay's musikalisches Vermächtnis


Guillaume Du Fay
Ave Regina caelorum






































   

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Tristan